VOGT Maschinenbau GmbH, Berlin

Damit aus Ideen Maschinen werden ...

 


Tabletten - Formkalander LaboKal 110 K

 
 


Im Rahmen eines Auftrages einer Entwicklungsabteilung der Pharma-Sparte der BASF  bzw. der damaligen Pharma-Tochtergesellschaft der BASF, der KNOLL AG (inzwischen "Abbot"), wurden von uns diverse  Labormaschinen (Formkalander) hergestellt, die nach  dem Prinzip einer Walzenpresse arbeiten.

Diese Art der Maschine dient Entwicklern zur Mischungsentwicklung und zur Erforschung des Materialverhaltens beim Prozess sowie aller prozessrelevanten Parameter, bevor zu einer regulären Produktion übergegangen werden kann.

Aus einer zuvor extrudierten, teigigen Mischung wird mittels zweier Formwalzen eine fest definierte Tablettengeometrie ausformt. Es handelt sich hierbei um eine eher unkonventionelle und damals (im Jahr 1994) "neue" Herstellung von Tabletten.  Die Aufgabe bestand darin, bei sehr präzisem Gleichlauf mittels zweier Walzen in einer Art Endlosband Tabletten auszuformen.

Durch jeweils zwei sich gegenüber liegende Kavitäten ("Negativabdruck" einer Halb-Tablette) die in den Walzen eingelassen (erodiert) sind, wird ein Prägeeffekt auf die knetbare Masse ausgeübt. Ein Kernproblem der Technologie ist der sich zwischen den Walzen ergebende Walzenspalt. Dieser darf nicht zu groß sein, da sich das Tablettengewicht dadurch verändert (zu viel medizinische Wirkmasse) und andererseits nicht zu eng sein, da sich ansonsten das Produktband beim Betrieb nicht mehr aus den Kavitäten heraus lösen würde.

Zur Verfestigung der Form wird die Masse während des Formprozesses gleichzeitig in den temperierten Walzen (Temperieraggregat befindet sich an Bord der Maschine) sehr stark herabgekühlt und anschließend zusätzlich über ein Kühlband geleitet, bis der Verbund des Produktbandes so spröde ist, dass er gebrochen werden kann.

 
 


Zeitungsartikel aus den VDI-Nachrichten

 
 

 
 

 
 

(Der vollständige Artikel kann bei Fa. VOGT als pdf-file abgefordert werden,
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Bild und Beschreibung einer unserer Maschinen dieser Art:        Formkalander

 

 

Zwei austauschbare Formwalzen
mit interner Temperierung über eingelassene Temperierkanäle
Detailbild
der beiden sich
gegenüber liegenden
Kavitäten in der Walzenoberfläche.
In der Berührungsebene
der beiden Walzen wird
die Tablette
(hier rund)
ausgeformt
(siehe Produktmuster
Bild rechts)
Muster von  Tabletten,
die mittels Formwalzen ausgeprägt würden.


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Stand der letzten Aktualisierung: 27. August 2004