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Im Rahmen eines Auftrages einer Entwicklungsabteilung der Pharma-Sparte der BASF
bzw. der damaligen Pharma-Tochtergesellschaft der BASF, der KNOLL AG (inzwischen
"Abbot"), wurden von uns diverse Labormaschinen (Formkalander)
hergestellt, die nach dem Prinzip einer Walzenpresse arbeiten.
Diese Art der Maschine dient Entwicklern zur Mischungsentwicklung und zur
Erforschung des Materialverhaltens beim Prozess sowie aller prozessrelevanten
Parameter, bevor zu einer regulären Produktion übergegangen werden kann.
Aus einer zuvor extrudierten, teigigen Mischung wird mittels zweier Formwalzen
eine fest definierte Tablettengeometrie ausformt. Es handelt sich hierbei um
eine eher unkonventionelle und damals (im Jahr 1994) "neue" Herstellung von
Tabletten. Die Aufgabe bestand darin, bei sehr präzisem Gleichlauf mittels
zweier Walzen in einer Art Endlosband Tabletten auszuformen.
Durch jeweils zwei sich gegenüber liegende Kavitäten ("Negativabdruck" einer
Halb-Tablette) die in den Walzen eingelassen (erodiert) sind, wird ein
Prägeeffekt auf die knetbare Masse ausgeübt. Ein Kernproblem der Technologie ist
der sich zwischen den Walzen ergebende Walzenspalt. Dieser darf nicht zu groß
sein, da sich das Tablettengewicht dadurch verändert (zu viel medizinische
Wirkmasse) und andererseits nicht zu eng sein, da sich ansonsten das Produktband
beim Betrieb nicht mehr aus den Kavitäten heraus lösen würde.
Zur Verfestigung der Form wird die Masse während des Formprozesses gleichzeitig
in den temperierten Walzen (Temperieraggregat befindet sich an Bord der
Maschine) sehr stark herabgekühlt und anschließend zusätzlich über ein Kühlband
geleitet, bis der Verbund des Produktbandes so spröde ist, dass er gebrochen
werden kann.
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