Finanzamt für Körperschaften III, Herr Dobsch, Berlin
Meine Probleme mit dieser Vollstreckungsabteilung diesem Vollstrecker:


Berlin, den 11.November 2006

Sehr geehrter Besucher dieser Website,

Lieber Leser:

Diese Seite richtet sich an jene Besucher, die möglicherweise gerade auch Probleme mit ihrem Finanzamt haben. Es handelt sich um meinen Versuch, an einem konkreten Beispiel darzulegen, wie selbstständige Unternehmer in heutigen Zeiten zu kämpfen haben und welche Widerstände einem Menschen entgegen gebracht werden, der beschlossen hat, unternehmerisch etwas zu bewegen und unter Einsatz aller seiner verfügbaren privaten Mittel sein Leben selber in die Hand zu nehmen. Es hat mir immer widerstrebt, mich dabei auf die herkömmlichen Sozialsysteme des Staates zu verlassen. Um das Ergebnis kurz vorweg zu nehmen:

Die öffentliche Verwaltung quittiert ein Einzel-Engagement mit einer schallenden Ohrfeige!
Die Politik hat nach meiner Auffassung nur Zwangsmaßnahmen und Lippenbekenntnisse parat.

  Der Unternehmer im Zentrum der Macht. (?)

Jeder, der sich heute selbständig macht, muss sich darüber klar sein, dass man sich keiner wirklich darüber freut, sondern, dass man bestrebt sein wird, diesen Selbständigen mit allen verfügbaren Mitteln zu maßregeln und mit allen gesetzlich verfügbaren Mitteln zu erleichtern. Jeder der sich heute selbständig macht muss sich fragen, wie hart gesotten er eigentlich ist, um alles was auf ihn dabei zukommt wirklich zu ertragen und weg zu stecken.

Meine gesamten Erfahrungen in Zusammenhang mit meiner eigenen Selbstständigkeit waren bislang so fürchterlich bitter und dramatisch, dass ich anlässlich dieser Umstände nicht mehr zu einer schweigenden Mehrheit gehören möchte. Diese Zeilen mögen für den Leser unter dem Motto stehen: Geteiltes Leid ist halbes Leid:

Bekanntlich findet man NIRGENDWO Gehör, da sich unsere Presse nur für sog. "Winner" oder für publikumswirksame Angelegenheiten zu interessieren scheint. Dennoch zeigt mein konkretes Beispiel, dass es immer sinnvoll ist, sich nicht aufzugeben und bis zum Letzten zu kämpfen, da  man nur dadurch für sich selbst etwas bewegen kann und vielleicht - wie in meinem Fall - etwas für sich selbst zum besseren wenden kann. 

Obwohl ich nunmehr seit einem Jahr täglichen(!) tiefsten Zorn (Stand Nov. 2006) gegen einen vernichtungsbereiten Finanzbeamten, Herrn Dobsch, in mir trage, war es eine Herausforderung höchsten Grades, sich nicht durch solche destruktiven Menschen von dem eigenen Lebensweg abbringen zu lassen. Mein Durchhaltevermögen in meiner nachstehend beschriebenen Angelegenheit und auch mein  Unternehmenserfolg in der Zeit seit den Vernichtungsattacken von diesem Herr Dobsch bestärken mich in der Richtigkeit, meinen Kurs zu halten und mich nicht aus der Bahn werfen zu lassen.. Es ist andererseits für mich wichtig und eine Genugtuung, einen Beamten hier bewusst bloß zu stellen, der mir buchstäblich eiskalt grinsend, zynisch und offensichtlich mit Vergnügen und innerer Abkehr tatsächlich den allerletzten Bissen zum Leben und zum Essen weg gepfändet hatte bzw. weg pfänden wollte. In den Monaten von Januar bis April 2006 hat dieser Beamte keine Gelegenheit ausgelassen, mich innerhalb von Tagesfristen mit buchstäblich mit einem Stakkato von Kontopfändungen zu überziehen.

Vielleicht mag ein Leser dieser Zeilen meine Verbitterung nachempfinden und vielleicht kann ich dem einen oder anderen Leser durch diese Zeilen helfen sich selber wieder mental aufzubauen. Dann habe ich ein Ziel dieser Darlegungen erreicht.

Ich musste zudem die bittere Erfahrung machen, dass sich die Berliner Lokalpolitik für Vorgänge dieser Art nicht interessiert. Hierzu zählt speziell meine Erfahrung mit dem Berliner Senator für Wirtschaft, Herrn Wolf, welcher sich eigentlich für Industrieansiedlung und -erhaltung einsetzen müsste. In dieser Behörde hat man geschickt ein "Drehtürsystem" für frustrierte und beschwerdewillige Bürger eingerichtet. Auf Anfrage wird man an untergeordnete Beamte verwiesen, die allesamt zugeben müssen, daß sie machtlos sind. Man kommt definitiv nicht bis zu einem Wirtschaftssenator vor. Ich habe dieses "Drehtürsystem" zwei Mal in 5 Jahren erlebt.

Ich behaupte im Rahmen einer vollkommen unqualifizierten Freihandschätzung, dass es sicherlich mindestens ca. 10.000 Unternehmer (-innen) oder Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland in den letzten zwei Jahren gab, die sich in vergleichbarer Situation befanden oder derzeit noch befinden. Ich behaupte, dass der aktuelle, unzweifelhaft stattfindende, wirtschaftliche Aufschwung sich im Augenblick beträchtlich erfolgreicher darstellen könnte, wenn nicht im Vorfeld vernichtungsbereite Beamte schon einen Flurschaden hinterlassen hätten. Ich frage mich, wie vielen anderen Unternehmern und Unternehmerinnen in diesen Jahren einfach die Kraft für solchen immensen Kämpfe fehlte, wie ich sie auszutragen und durch zu stehen hatte.

Wer bringt so viel Dickfelligkeit mit, um das alles über sich ergehen lassen zu können? Wie viele Existenzen sind von solchen Finanzbehören wie dem Berliner Finanzamt für Körperschaften flächendeckend in der Bundesrepublik zerstört oder ruiniert worden? Wie viel persönliche Energie und Engagement von Einzelindividuen sind durch dieses gesellschaftliche "Miteinander" verpufft und endgültig ausgelöscht worden? Wie viele Suizide mögen einzig und allein auf das Konto von solchen Praktiken  gehen? Die seit Jahren dramatischen Zahlen der jährlichen Konkurse sind zu einem hohen Anteil durch den Staat selber verursacht. Das ist eine kühne These aber ich glaube inzwischen daran. Zugegeben: Vorrangig ist ein Bankrott eigentlich immer auf einen Managementfehler zurück zu führen. Dennoch: Banken haben neben dem Staat einen beträchtlichen weiteren Anteil daran. Doch das ist ein separates und umfassendes Thema an einer anderen Stelle.

Meine Erfahrungen gerade mit der Berliner Finanzverwaltung und hier dem "Finanzamt für Körperschaften III" sind so dramatisch und waren für mich so einschneidend, dass ich mich nach längeren Überlegungen entschlossen habe, diese Gesamtumstände (als einen wirklich ganz kleinen Ausschnitt meiner gesamten Erfahrungen als selbstständiger Unternehmer) einmal hier im Internet darzustellen. Ein Außenstehender würde einem niemals glauben, wie man in heutigen Zeiten von einer selbstgefälligen Beamtenschaft ohne jedes angemessene Augenmaß drangsaliert, mit Pfändungen schikaniert und geradewegs in die Enge getrieben wird. Es kursiert hinter vorgehaltener Hand aus dem Finanzamt selber der Begriff eines Kesseltreibens, als Bezeichnung für das, was von Verwaltungsbeamten veranstaltet wird. Ich will in keiner Weise in Abrede stellen, dass die Herrschaften sich ganz sicher immer nur auf dem Boden der geltenden Gesetze befinden. Die Grenzen sind sicherlich fließend zwischen der "Durchsetzung der Gesetze" und dem, was der Bürger unter "schikanösem Verhalten" versteht.

Dabei muss ich inzwischen zugeben, dass sich bei mir so etwas wie eine persönliche Gegnerschaft aufgebaut hat und zwar ganz konkret gegen die Vollstreckungsabteilung des o. g. Finanzamtes  und hier gegen einen gewissen Vollstreckungsbeamten, Herr Dobsch. Dieser Mann hat es sich nach diversen Vorkommnissen und gegenseitigen persönlichen Attacken scheinbar zur Aufgabe gemacht, mich als Quittung dafür persönlich zu "jagen", um meine Existenz zu ruinieren und mein Unternehmen zu sabotieren und letztlich kaputt zu machen. Dieser Mann stellt sich mir als ein staatlich sanktionierter Unternehmenszerstörer und Existenzvernichter dar, dem man innere Abkehr unterstellen muss. Meine Vernichtung ist ihm bis zur Stunde jedoch nicht gelungen. Sein "Jagdverhalten" lässt sich dennoch sachlich und objektiv belegen. Beamte dieser Prägung bewegen sich zu allen Zeiten grundsätzlich ausschließlich auf dem Boden der geltenden Gesetzte und sind damit scheinbar niemals angreifbar. Hier ist offensichtlich jemand mit sich selbst nicht im Reinen. Man versucht sich an seinen "Kunden" aus zu toben.

Für den in diesen Dingen etwas unkundigen Leser sei an dieser Stelle erwähnt, dass ein Beamter aus der Vollstreckungsabteilung eines Finanzamtes entgegen den im sonstigen Geschäftsleben üblichen Verfahrensweisen nicht prozessieren muss oder sich nicht erfolgreich ein Gerichtsurteil beschaffen muss und mit dem daraus resultierenden vollstreckbaren Titel dann den Gerichtsvollzieher besorgen und einsetzen muss, ...

Das Finanzamt ist seine eigene Exekutive. Forderungen, die man dort für Recht erachtet, können sofort vollstreckt werden. Selbst wenn diese Forderung nur eine Schätzung ist. Die Finanzverwaltung hat bei fälligen Forderungen sofort die freie Wahl der Mittel. Man kann sofort einen eigenen amtsinternen, eigenen Gerichtsvollzieher los schicken oder einfach irgend ein bekanntes Konto pfänden (wenn keins bekannt ist, dann nimmt man eben das der Ehefrau!)  oder sich Maschinen oder sonstige Werte greifen, die einem in die Hände fallen oder sonstige Maßnahmen der Durchsetzung der Ansprüche einleiten. Wenn Beträge "fällig" sind, dann muss nicht einmal gemahnt werden, sondern es kann förmlich (wie bei mir geschehen) einfach innerhalb von Stundenfrist gepfändet werden. Selbst ein außen stehender Steuerberater schüttelte ungläubig den Kopf, als man diese erduldeten Grausamkeiten von mir erfuhr.

Jeder Steuerbürger, der heute ein Problem mit seiner Finanzverwaltung hat,  muss sich darüber klar sein, dass der Staat, vertreten durch diensteifrige und wohl versorgte Beamte, beliebig und schamlos und ohne Skrupel jeden gerne in seiner Existenz vernichtet (ich behaupte das nicht leichtfertig!), wenn er nicht so funktioniert, wie die Herrschaften sich das vorstellen.

Es gibt von Natur aus von solchen Behörden keine "Sanftmut" oder "Nachgiebigkeit". Es gibt keinerlei Bestreben in Eigeninitiative zu einem Interessenausgleich (Einsatz von "Mediatoren"). Man hat keinerlei Freiheit für einen sog. seelischen "Durchhänger"! Es ist vollkommen belanglos, ob ein lieber Verwandter gestorben ist oder ob einem die Frau weg gelaufen ist, oder ob der Hauptkunde nicht gezahlt hat.... Im Gegenteil: wer sich NICHT wehrt, wird - wie in einem mir geschilderten Falle - mit der 25-fachen Schätzforderung des eigentlich geschuldeten Betrages gnadenlos an die Wand gepresst

Es herrschen bei diesen Beamten die Gesetze der Wildnis und man scheint stolz darauf zu sein: Wer sich nicht wehrt oder nicht wehren kann, wird früher oder später "erlegt". Wie in der Wildnis werden angeschlagene oder kranke Tiere (Unternehmer) bevorzugt gejagt. Dies ist keine Polemik, es ist ein Bild, das sich bei mir geprägt hat. Die vielen höheren Ziele des Staates müssen so ein Vorgehen ganz offensichtlich rechtfertigen. Immerhin gibt es ja sehr sehr viele Politiker und Beamte und sonstige Beschäftigte im öffentlichen Dienst, die gut und regelmäßig versorgt sein wollen.

Der Leser möge bitte selbst urteilen!
Ich nehme gern Anregungen oder Erfahrungsberichte entgegen.
Berlin im November 2006
gezeichnet:

Verantwortlich für die hier wider gegebenen Inhalte ist:

Joachim Werner
c/o VOGT Maschinen6au GmbH
Brunsbüttler Damm 116 - 118
13581 Berlin

weiter zu meinem Schreiben an Finanzamt für Körperschaften III, Berlin

weiter zu meinem Schreiben an Senator für Finanzen, Berlin  incl. Anmerkung einer Leserin

Schreiben eines Betroffenen, der sich auf diese Ausführungen hin bei mir meldete.

Einige tiefer gehende Gedanken zum Thema (der) "ELSTER" - Elektronische Steuererklärung

http://www.meinberlin.net/berlinguide/lesen/index.asp?rub=&detail=343


Anmerkung:

Für die hier dargestellten Inhalte ist verantwortlich ein Unternehmer, der sich gerne jederzeit einer gerichtlichen Auseinandersetzung stellt, wenn ein beleidigter und angeprangerter Beamter dies für richtig und notwendig erachtet.
Es ist wirklich sehr schwer einzusehen, dass man sich als Unternehmer - wie konkret geschehen - bei seinen Kunden nachgewiesenermaßen anprangern und bloß stellen lassen muss durch Beamte, die sich selbstverständlich immer vollkommen auf dem Boden der geltenden Gesetze bewegen, und die andererseits fordern mögen, dass man SIE als Verursacher NICHT anprangern dürfe. Wenn einem solchen Beamten meine Darlegungen hier nicht passen sollten, dann möge er mich ansprechen, einer Auseinandersetzung gehe ich nicht aus dem Wege. Meine umfassende Anprangerung Dritten gegenüber (Kunden) ist eindeutig belegbar
!

Unter den Folgen der Pfändungsoffensive habe ich als Unternehmer seit ca. einem Jahr bis zum heutigen Tage zu leiden (Stand Nov 2006). Mir fehlen permanent entsprechende finanzielle Mittel, um ausreichend vorhandene(!) Aufträge vorzufinanzieren und zeitnah fertig zu stellen. Als unmittelbare Folge hatte einer unserer Kunden nach entsprechender Androhung durch seine Rechtsabteilung die Geduld verloren und Wandlung seines bestehenden Maschinenliefervertrages erklärt. Das sind alles mittelbare Folgen der kompromisslosen Vorgehensweise eines gewissen Herrn Dobsch. 

Das hat ganz beträchtliche Kosten fürs Unternehmen verursacht und uns in zusätzliche Bedrängnis gebracht, weil eine fertige Kundenmaschine durch den Rücktritt als gebundenes Kapital herum stand. Aus diesem Auftrag erfolgte kein unmittelbarer finanzieller Rückfluss. Das bedeutet neuerliche finanzielle Engpässe! Die Antwort des Vollstreckers darauf heißt: Kontopfändung! Dem Finanzamt war der Umstand des Rücktritts unseres Kunden bekannt. Als Quittung für die von einer Behörde verursachte finanzielle Bedrängnis, in die der Herr Dobsch uns gebracht hatte, wurden mit Vernichtungsabsicht Forderungen des Finanzamtes erneut auf dem Pfändungswege eingezogen (Pfändung erfolgte am 21.08.20069). Der Kreis schließt sich! Ein gewisser Herr sitzt in seinem Büro und ist stolz auf sein erfolgreiches Tagewerk und freut sich auf seinen Feierabend nach erfolgreicher harter Tagesarbeit.

Ich nehme das Risiko einer Klage gegen mich jederzeit billigend in Kauf. Ich bin sofort bereit, einem Auditorium im Gerichtssaal genau die hier geschilderten Umstände und zwar erheblich detaillierter darzulegen. Es scheint eine persönliche Genugtuung für einen Beamten zu sein, wenn man jemanden so in die Enge treiben kann. Das Verhalten und Auftreten legt dies offensichtlich nahe. Das ist eine schallende Ohrfeige für mich als Unternehmer, der nach wie vor fest beschlossen hat, sich nicht in die Hängematte von HARZ - Gesetzen fallen zu lassen. Man wird von Beamten kalt lächelnd und mit unverschämtem und ironischen Auftreten (wie geschehen! Zitat Herr Dobsch: "Sie können ja denselben Job machen, wie ich") in elementarste Existenznot versetzt, nur um Forderungen für den Staat ein zu treiben. Für einen Staat,  dessen Politiker schnellstens darüber nachdenken, wie man unerwartete Steuerschätzeinnahmen (knapp 40 Milliarden Euro) im Vorfeld bereits verplanen kann (Stand Nov. 2006 siehe unten).
 Wer von diesen Politikern, die hier das noch nicht eingenommene Geld verteilen, weiß eigentlich wirklich genau, wie hart solche Gelder von den Steuerzahlern erwirtschaftet werden müssen?

  Der Unternehmer im Angesicht seiner täglichen Arbeit.

Nachtrag (13.08.20006) :

Am Sonntag, den 13.08.2006 waren gegen 15.00 Uhr zwei Polizeibeamte(!) in Zivil bei mir zu Hause, um eine Strafe in Höhe von 300 Euro(!) einzutreiben, die man meinte nicht anders eintreiben zu können. Sie hatten diesen Auftrag von der Finanzverwaltung des Finanzamtes für Körperschaften erhalten. Die Herren machten unmissverständlich deutlich, dass sie mich für 10 Tage in Haft nehmen wollten, wenn ich nicht unmittelbar die Strafe begleichen würde. Mein Hinweis auf den kommenden Montag, als normalen nächsten Werktag für die Regelung von solchen Angelegenheiten, wurde abgelehnt. Die Herren würden sich dann "selber strafbar machen", wenn sie mich sozusagen als "Verhafteten" frei herum laufen lassen würden. Da ich diese armen ausführenden Beamten nicht in Bedrängnis bringen wollte, ging ich unter polizeilicher Aufsicht(!) zum Bankautomaten und übergab den Herrschaften ihr Geld. Die Freude und die Erlösungen waren auf beiden Seiten groß! Meine kritischen Fragen nach der Angemessenheit solcher Mittel und nach den Kosten eines solchen Sonntagseinsatzes mit diesem Ziel blieben unbeantwortet.

Ein anschließendes Telefonat am Montag, den 14.8.2006 bei der Staatsanwaltschaft, die den betreffenden Haftbefehl ausgesprochen hatte, wurde zunächst mit ironischen Anmerkungen und patzigen Antworten quittiert. Ansonsten wusste man dort nicht genau, warum man die Polizei zu mir geschickt hatte; es erfolgte der Hinweis auf das "Finanzamt für Körperschaften" und eine dort "anhängige Strafsache in Steuerangelegenheiten". Der Umstand, dass ich im vergangenen Dreivierteljahr über mein Unternehmen an eben dieses Finanzamt ca. 68.000 (i. W. Achtundsechzigtausend) Euro an Geldern abgeführt hatte, wurde mit einem Schulterzucken quittiert. Zum Glück tut ja jeder nur seine Pflicht. Ich bin ja so stolz, dass es so viele pflichtbewusste Menschen in diesem Staat gibt.

Nachtrag ( Oktober 20006):

Irgendwann im Oktober dieses Jahres rief auf meiner Firmennummer ein Mann vom "Hermes-Versand" an, der mir etwas zustellen wollte, obwohl ich nie etwas dort bestellt hatte. Ich sagte ihm, dass er die Sendung auch in der Firma vorbei bringen könne und teilte ihm die genaue Firmenadresse mit.

Kurze Zeit später standen 3 Polizisten in grün in voller Montur mit Knieschützern etc. bei mir im Büro zusammen mit einem 4. und 5. Mann im Mannschaftswagen auf dem Hof, um mich offiziell zu verhaften und mich für 90 Tage ins Gefängnis zu verbringen. Ich könne die Haft NUR verhindern, wenn ich SOFORT und in bar 2.700 Euro (damalige Verwaltungsgebühren aus dem Konkursantrag/ letztlicher Verursacher: Herr Dobsch) zahlen würde. Ich sagte, dass ich das Geld von der Bank holen würde: "Nein, Sie sind ab jetzt verhaftet und dürfen keinen Schritt mehr alleine unternehmen." Man würde mich begleiten zur Bank. OK! "Dann warten Sie aber bitte draußen, denn was macht es für einen Eindruck in der Bank, wo man mich gut kennt und als korrekten Partner schätzt." "Nein, wir dürfen Sie nicht mehr alleine lassen, da Sie verhaftet sind; wir werden mit Ihnen in die Bank kommen, da sie ja durch die Hintertür flüchten könnten....". (ohne Worte!) Meine Antwort: "Dann halten Sie bitte mit Ihrem Mannschaftswagen in einer Seitenstraße, es kann doch nicht ihr Ziel sein, mich auch noch menschlich zu demütigen oder zu brechen."

Man fuhr mit mir in die Mitte der Fußgängerzone (!) von Berlin Spandau und ließ mich dort mitten in der Menge aus dem Mannschaftswagen. Ich ging mit 3 Polizisten im Schlepptau in die Bank. Die Herrschaften postieren sich innen in der Zweigstelle vor den Türen und begleiteten mich erfreulicherweise dann doch nicht mehr bis direkt zum Schalter. Man stelle sich vor, ich hätte das Geld nicht auf dem Konto gehabt? Ich sah auf dem Weg zur Bank aus, wie der Chef einer Polizeigarde mit 3 Grünen im Gefolge und zweien im Wagen und konnte innerlich nur noch schmunzeln über diese ganze Situation. Ich dachte ich sei im Film. Glücklicherweise hatte ich keine Fußfesseln oder Handschellen oder vielleicht eine Augenbinde angelegt bekommen. Eigentlich wäre das doch angemessen gewesen bei einen "Schwerstverbrecher"!

Danach, als ich das Geld in Händen hielt: Sichtliche Erleichterung auf allen Seiten; Dann fuhr man vollkommen gelöst mit dem Mannschaftswagen mit mir zur Post um das Geld ein zu zahlen. Man machte das Radio im Mannschaftswagen an und bat mich um einen Kommentar wie ich denn die betreffende Musik fände? Ich kann mich nicht mehr an das Lied erinnern, aber ich bat vollkommen genervt darum, es sofort aus zu machen! (ohne Worte). Ich verweigerte bei der Post die Einzahlung, um mich nicht erneut von der Polizei demütigen und erniedrigen zu lassen. Ich sagte zu den Herrschaften: "Das machen Sie jetzt aber gefälligst selber!" Ein Polizist übernahm dies äußerst kooperativ für mich. Danach bekam ich die Einzahlungsquittungen ausgehändigt und dann MUSSTE ich den Mannschaftswagen der Polizei umgehend verlassen, da ich von nun an "nicht mehr versichert" sei (wogegen auch immer?? Diebstahl?? Freiheitsberaubung?). Man dürfe mich keinen Meter mehr weiter mitnehmen. Ich musste zurück zur Firma laufen bzw. den Bus nehmen.

P. S.
Mir geht das unverschämte und allgegenwärtige Grinsen eines Herrn Finanzministers Steinbrück (s.unten) nicht mehr aus dem Kopf. Ein Finanzminister, der seinen Beruf wirklich ernst nimmt, dürfte meines Erachtens NIEMALS lachen oder etwa lächeln, sondern müsste unablässig nur noch weinen wegen der Hoffnungslosigkeit all seiner vergeblichen Bemühungen zum Schuldenabbau des Staates. Er ist der Verteiler von Defizit und Mangel und offensichtlich schon stolz und "aufgekratzt", wenn er mal weniger neue Schulden aufnehmen muss. Auf mich persönlich wirkt jedes Lachen eines solchen Herrn wie eine Provokation, Verhöhnung und eine schallende Ohrfeige.

Exakt an jenem Tag, als man von mir 2.700 Euro ab presste, verkündete Herr Steinbrück in der Öffentlichkeit, dass man für dieses und nächstes Jahr seit langer Zeit mit Haushaltsüberschüssen in Milliardenhöhe rechnen würde. (Ungenauigkeiten sind im Grunde völlig ohne Belang, weil man selber ja ständig mit neuen Schätzungen kommt) Das ist sicherlich alles nur Zufall!

Etwa in dem selben Monat sieht man Bilder in Funk und Fernsehen von einem - inzwischen verurteilten - Kinderschänder(!), Mario M. in Dresden - auf dem Dach seiner Haftanstalt stehend - , dem man per Hubkran (von Steuergeldern angemietet?!) abends heißen Tee reicht....

(wird mit weiteren Nachträgen fort geführt...)


(sicherlich ist es zynisch und demagogisch, solche Bilder HIER zu zeigen, aber ich konnte irgendwie nicht widerstehen)

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